Energiesparen geht uns alle an!
Nicht nur in Zeiten mit hohen Energiepreisen dient energiebewusstes
Verhalten dem Umweltschutz und der Schonung von Energievorräten. Mit der verbrauchsabhängigen
Abrechnung der Wärme- und Wasserkosten wird schon ein ganz erheblicher Beitrag
zum Energiesparen geleistet. Nachweislich wird allein durch das Vorhandensein
der Erfassungsgeräte sehr viel Energie eingespart – und das selbst bei modernsten
Heizanlagen. Der Grund: Jeder hat von seinem eigenen Verbrauchsverhalten auch
einen finanziellen Vorteil.
Mit unserer Erfahrung aus einer jahrelangen Praxis mit der
Abrechnung nach Verbrauch möchten wir Ihnen hier einige Tipps zum sparsamen Umgang
mit der Energie geben. Es ist möglich, Heizenergie und Wasser zu sparen wenn
Sie auf ein paar Dinge achten.
Lüften
Raumtemperatur
Thermostatventile
bei gekipptem Fenster
Warmwasser
Kaltwasser
Temperaturen
in der Nacht
Unser Rat
Unsere
Energiespartipps als PDF-Datei zum Download
Lüften
Lüften Sie immer kurz und kräftig. Am besten mit Durchzug.
Wenn Sie Fenster und Türen für kurze Zeit ca. 2 Min. weit öffnen, oder zwei bis
drei mal täglich ca. 10 Min. bei geöffnetem Fenster lüften ist dies am wirtschaftlichsten.
Drehen Sie dabei Ihre Thermostatventile zurück. Damit wird ein zu starkes Auskühlen
der Wände und Möbel verhindert und es ist weniger Heizenergie zur Wiedererwärmung
nötig. Eine Dauerlüftung, z.B. durch gekippte Fenster oder fehlende Fensterdichtungen,
ist die größte Energievergeudung, da ein sehr großer Teil der Wärme nach außen
entweicht, besonders dann, wenn sich der Heizkörper unter dem gekippten Fenster
befindet. Auch innen liegende Entlüftungen (z.B. in Toiletten) müssen nicht immer
ganz offen sein. Gerade hier wird durch den "Kamineffekt" die teure
Warmluft abgezogen. 
Raumtemperatur
Ob man sich behaglich fühlt, hängt von vielen Faktoren
ab. Bewegung, Alter, seelische und körperliche Konstitution sind nur einige davon.
Ganz wesentlich ist aber die Bekleidung. Wer während der Heizperiode in seiner
Wohnung in leichter Bekleidung herumlaufen will, braucht natürlich eine sommerliche
Raumtemperatur von 22 °C und mehr. Die kann ihm nur die Heizung liefern.
Und das kostet Geld.
Denn: Wenn Sie die Raumtemperatur nur um 1 °C senken, sparen Sie rund
6% Heizenergie! 
Thermostatventile
bei gekipptem Fenster
Bei Thermostatventilen am Heizkörper und gleichzeitig
gekippten Fenstern tritt ein zusätzliches Problem auf. Die kalte Außenluft fällt
auf das Thermostatventil und täuscht dem Gerät damit einen kalten Raum vor. Das
Thermostatventil versucht dann die eingestellte Raumtemeperatur zu halten und
öffnet selbständig. Wärme wird dem Heizkörper zugeführt. Meistens verschwindet
diese Wärme aber durch das offene Fenster gleich wieder nach außen. Bedenken
Sie, daß normalerweise alle Thermostatventile eine Frostschutzsicherung haben,
die schon bei Umgebungstemperaturen um 6–10 °C öffnen. Diese Temperaturen
haben Sie schnell durch die einströmende Kaltluft am Thermostatventil. Die Folge
ist eine oft unbemerkte, vom Heizkostenverteiler aber registrierte Wärmeabgabe. 
Warmwasser
Im Durchschnitt machen die Kosten für das warme Wasser
etwa 20 bis 30% der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung aus. Sparen lohnt sich
also auch hier. Wie oft macht man den Warmwasserhahn auf, obwohl das eigentlich
gar nicht nötig ist?
Bedenken Sie: Um 1 m³ Wasser auf 55 °C zu erwärmen werden
etwa 11 Liter Heizöl benötigt. Sicher ist auch ein Vollbad angenehm, unter gesundheitshygienischen
Gesichtspunkten aber umstritten. Für den Preis eines Vollbades können Sie dreimal
duschen. Eine lohnende Alternative. 
Kaltwasser
Wasserverschwendung kostet Geld und zehrt an unseren
eingeschränkten Wasservorräten. Dabei muß man nur ein paar Grundregeln kennen.
Ohne Verzicht auf den gewohnten Komfort kommen Sie dann zu einem geringeren Wasserverbrauch.
Ein laufender Wasserkasten im WC kann bis zu 200 m³ Trinkwasser im
Jahr vergeuden. Lassen Sie in diesem Fall unbedingt die Mechanik und die Dichtungen
prüfen. Selbst ein kleines Rinnsal kann Sie sehr viel Geld kosten.
Eine Stopptaste im WC-Spülkasten reduziert den Wasserverbrauch von normalerweise
8 Liter auf nur noch 4 Liter pro Spülung.
Bei der Körperpflege sollten Sie nicht ständig das Wasser laufen lassen. Es lohnt
sich, wenn Sie dazwischen immer wieder zudrehen. Waschmaschinen und Geschirrspüler
bitte nicht mit Kleinmengen benützen. Warten Sie besser, bis sich der Einsatz
durch volle Auslastung auch wirklich lohnt und achten Sie beim Neukauf von Haushaltsgeräten
auf die Verbrauchsangaben für Wasser und Strom. Eine moderne Waschmaschine kommt
heute mit rund 60 Litern Wasser pro Waschgang aus und eine Geschirrspülmaschine
mit 18 Litern. Sparstrahler an den Wasserhähnen (z.B. Neoperl) durchsetzen den
Wasserstrom mit Luft und bewirken so eine hohe Strahlwirkung bei geringerem Verbrauch
– das Gleiche gilt auch für die Dusche. Mit Einhandhebelmischern anstatt den
veralteten zwei getrennten Reglern für Warm- und Kaltwasser, verbrauchen Sie
weniger Wasser, weil die gewünschte Temperatur schneller eingestellt werden kann. 
Temperaturen
in der Nacht
Eine moderne Heizanlage besitzt schon eine Nachtabsenkung
– sie merken es, wenn es am späten Abend nicht mehr so warm ist, wie tagsüber.
Achten Sie aber zusätzlich darauf, daß Sie abends vor dem Zubettgehen die Thermostatventile
herunterdrehen. 
Unser Rat
Bei all diesen durchaus sinnvollen Sparbemühungen soll
aber die möglichen negativen Aspekte nicht vergessen werden. Geht der Spargedanke
beim Heizen zu weit, dann kann es zu Schäden am Bau kommen. Im schlimmsten Fall
mit geplatzten Heizkörpern oder Wasserrohren.
Eine Mindesttemperatur sollten sie also halten. Häufiger, aber nicht harmloser,
sind dagegen Schimmelpilzbildungen und andere Feuchtigkeitserscheinungen. Diese
sind allerdings weniger auf zu geringe Beheizung, als vielmehr auf mangelnde
Lüftung zurückzuführen. Absolut luftdichte Fenster und zusätzlich zuwenig Lüftung
können zu teuren Angelegenheiten werden. Die beste Beheizung nützt nichts, wenn
die feuchte Raumluft nicht aus dem Gebäude kann. 
Unsere Energiespartipps gibt
es hier
als PDF-Datei (24 kb) zum Download.
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